Kooperationen

Das Projekt „Bilder der Empörung“ ist an der Schnittstelle von Medienwissenschaft und Soziologie entstanden. Es verbindet die Perspektive auf amateurische visuelle Kulturen mit der Protest- und Bewegungsforschung. Dieser interdisziplinäre Ansatz zeigt sich nicht nur in der Zusammensetzung des Projektteams, sondern auch im engen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus angrenzenden Feldern:

Zu den mit dem Projektteam kooperierenden Kolleginnen und Kollegen gehören:

  • Sigrid Baringhorst, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Siegen forscht zu Politik im Netz, Integrations- und Migrationspolitik und politischer Partizipation, insbesondere zu zivilgesellschaftlichem Engagement und politischem Protest. Sie leitet derzeit das DFG-Forschungsprojekt Going Public in medienkooperativen Engagementformen im Rahmen des SFB Medien der Kooperation; zusammen mit Mundo Yang ist sie Kooperationspartnerin im  Forschungsprojekt UFOPLAN. Potentiale des bürgerschaftlichen Engagements für ökologische Gerechtigkeit und sozialökologische Erneuerung der Gesellschaft; zusammen mit Katharina Witterhold leitet sie ein Projekt zur Konsumsozialisation von Geflüchteten. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Vorstand des DFG-Graduiertenkollegs Locating Media. Sigrid Baringhorst ist Mitherausgeberin und Autorin zahlreicher Publikationen, darunter Politik mit dem Einkaufswagen (2007) und Political Campaigning on the Web (2009).
  • Nicole Doerr, Ph.D (EUI), ist Associate Professor am Soziologischen Institut der Universität Kopenhagen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migration, Demokratie und Gender in kulturell und sprachlich vielfältigen Gesellschaften, soziale Bewegungen und Deliberation sowie rechtsgerichtete Mobilisierung und visuelle digitale Medien. Doerrs Forschung wurde gefördert von der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgesellschaft und Harvard University. Unter Ihren Buchveröffentlichungen sind Political Translation. How Social Movement Democracies Survive (Cambridge University Press, 2018) und Advances in the Visual Analysis of Social Movements (mit Alice Mattoni und Simon Teune).
  • Sebastian Haunss, PD Dr., Leiter der Arbeitsgruppe Soziale Konflikte am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, forscht zu sozialen Bewegungen, globaler Gesundheitspolitik, Wissensgesellschaft und Netzwerkanalyse. Aktuell leitet er zusammen mit Jonas Kuhn und Sebastian Pado das DFG-Projekt MARDY: Modeling ARgumentation DYnamics in Political Discourse sowie zusammen mit Heinz Rothgang und Lorraine Frisina-Doetter das Teilprojekt A04. Globale Entwicklungen in Gesundheitssystemen und in der Langzeitpflege im SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik.
  • Uffa Jensen, lehrt und forscht als Heisenberg-Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Als Teil des Forschungsverbunds Hate Pictures widmet sich Jensen in emotionshistorischer Perspektive der Rolle von Bildern bei der Darstellung und Verfestigung antisemitischer Ressentiments. Dabei kann er auf die umfangreiche Sammlung von Karikaturen und Postkarten von Arthur Langerman zurückgreifen. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehört Zornpolitik, eine Geschichte der Indienstnahme von Gefühlen der Ablehnung.
  • Andreas Kraß, Professor für deutsche Literatur und Leiter der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin, forscht u.a. im Bereich der Sexualitätsgeschichte und der literaturwissenschaftlichen Gender und Queer Studies. Die von ihm gegründete Forschungsstelle untersucht die Kulturgeschichte der Sexualität seit dem späten 19. Jahrhundert mit Schwerpunkten in der Weimarer Republik und den 1970er Jahren sowie in der erotischen Kunst. Er hat zuletzt Monographien zu Magnus Hirschfeld (Meine erste Geliebte. Magnus Hirschfeld und sein Verhältnis zur schönen Literatur, Göttingen 2013) und zur Diskursgeschichte der Männerfreundschaft (Ein Herz und eine Seele. Geschichte der Männerfreundschaft, Frankfurt a.M. 2016) publiziert.
  • Monique Scheer, Professorin am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Mitglied des Sonderforschungsbereichs 923 Bedrohte Ordnungen forscht zu Emotionspraktiken von Religionsgemeinschaften und sozialen Bewegungen. Sie ist Leiterin zweier Forschungsprojekte im SFB 923, eines zu den Protesten gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 und eines zum vergleichenden Einsatz von Humor bei der Friedens- und der Frauenbewegung in den 1970er und 80er Jahren. Ihr derzeitiges Buchprojekt trägt den Arbeitstitel Enthusiasm: Feeling Conviction in Modern Germany.